Coaching

Was dir hilft, deine Komfortzone zu verlassen und deinen inneren Schweinehund zu besiegen

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Kennst du das? Du weißt unglaublich viel darüber, was du an deiner Ernährung, deiner Bewegung, deinem Verhalten ändern könntest und gerne würdest? Doch sobald es an die Umsetzung geht, wird es schwierig? Irgendwo meldet sich bereits nach kürzester Zeit Widerstand. Dein „innerer Schweinehund“ betritt die Bühne und schubst dich sanft aber bestimmt wieder schön zurück in deine gewohnte Komfortzone. „Bloß keine Veränderung“ scheint seine Devise zu sein, nach der er konsequent vorgeht – und deine Motivation etwas zu ändern in kürzester Zeit einfach pulverisiert.

Wieso ist dein innerer Schweinehund so gut darin, dich von Veränderungen abzuhalten?

#1

Über sehr viele Dinge, die wir in unserem Alltag erledigen, denken wir nicht mehr groß nach: Den Weg zur Arbeit, Duschen, Zähneputzen, Nachrichten auf dem Handy checken, was und wie wir essen, wie wir aufstehen und in den Tag starten, … all das läuft ganz routiniert, häufig „wie von selbst“ ab. Wir entscheiden uns nicht mehr bewusst, sondern einfach so wie immer.

Und dein Gehirn liebt solche Routinen und verinnerlichte Gewohnheiten. Sie sparen dir nämlich Energie! Und genau deshalb hat dein Gehirn kein sonderlich großes Interesse daran, solche bestehende Gewohnheiten zu ändern oder aufzugeben.

#2

Hinzu kommt, dass uns bestehende Gewohnheiten das Gefühl von Sicherheit vermitteln. Wenn du etwas „wie gewohnt“ machst, weißt du auch, mit welchen Folgen du zu rechnen hast und welches Ergebnis du erzielst. Diesen sicheren, gewohnten Raum, den du dir (unbewusst) geschaffen hast, das ist deine persönliche Komfortzone. Und der „Aufpasser“ deiner Komfortzone ist dein innerer Schweinehund.

Wenn du etwas an deinen Gewohnheiten und deinem verinnerlichten Verhalten veränderst, dann verlässt du unweigerlich deine Komfortzone. Das alarmiert deinen inneren Schweinehund, der dich sofort zurückpfeift. Schließlich ist es seine Aufgabe, dich vor ungeahnten Konsequenzen zu bewahren. Mit kreativsten Argumenten und Ausreden lotst er dich zurück und erinnert dich daran, wie bequem und sicher du es in deiner Komfortzone doch hast. Denn wer weiß schon, ob die Veränderung es wert ist, diese Sicherheit aufzugeben und sich auf unbekanntes Terrain zu begeben?

Der Widerstand gegen Veränderung in deinen Gewohnheiten ist also ganz natürlich: Dein Gehirn will dich vor unnötigem Energieaufwand bewahren und dein innerer Schweinehund passt mit den besten Absichten auf, dass du die Sicherheit deiner Komfortzone nicht verlässt und dich dadurch unnötig in Gefahr begibst.

 

Drehe den Spieß um und trainiere ab jetzt deinen inneren Schweinehund

Hat dich dein innerer Schweinehund also bislang fest im Griff? Dann drehe ab heute den Spieß um! Dein innerer Schweinehund ist lernfähig. Schlüpfe ab heute in die Rolle des Trainers. Dein Ziel: Täglich ein klein wenig üben und deinem inneren Schweinehund zeigen: Es ist völlig ungefährlich und normal, die Komfortzone immer wieder ein wenig zu verlassen. Damit bereitest du ihn auf größere Veränderungen vor.

 

2 kleine Übungen aus der Praxis: Unterbreche regelmäßig Alltagsmuster

#1

Suche dir täglich eine Kleinigkeit, die du anders machst, als gewohnt.

Klassiker sind das Zähneputzen mit der anderen Hand, laufe einen anderen Weg zur Arbeit, nimm statt dem Auto das Fahrrad, lass das Handy bis nach dem Frühstück aus … Wenn du darauf achtest, gibt es unzählige Kleinigkeiten, die du ein wenig anders machen kannst.

#2

Statt Dinge anders zu machen, kannst du sie auch bewusst machen.

Geht dir das auch so, dass du oft in Gedanken versunken zum Beispiel zur Arbeit läufst und nachher gar nicht genau sagen kannst, an wem oder was du vorbeigekommen bist? Stell dir stattdessen vor, du gehst den Weg zum allerersten Mal: Du nimmst alles bewusst war, schaust dich um, hebst auch mal den Blick nach oben, entdeckst neue Details, nimmst die Personen bewusst wahr, die dir entgegenkommen.

Bei dieser Übung stelle ich mir immer vor, ich wäre im Urlaub an einem neuen Ort, den ich neu auf mich wirken lasse und den ich mit allen Sinnen wahrnehmen möchte.

Diese „Touri-Brille“ kannst du jederzeit aufsetzen. Sie lässt dich alles, was du unbewusst machst, wieder frisch und bewusst wahrnehmen. Das unterbricht deine gewohnten Alltagsmuster.

Wenn du regelmäßig so deine Alltagsmuster durchbrichst, gewöhnst du dich – und deinen inneren Schweinehund – daran, deine Komfortzone zu verlassen. Du sammelst immer wieder im Kleinen die Erfahrung, dass das Verlassen der Komfortzone keine Gefahr bedeutet, sondern deinen Alltag durch ein bewussteres Erleben bereichert. Egal was du dann in Zukunft an deiner Ernährung, deiner Bewegung oder deinem Verhalten ändern willst: Du wirst feststellen, dass dir das Verlassen deiner Komfortzone und das Ändern bestehender Gewohnheiten deutlich einfacher fallen wird.

 

Alles Liebe und viel Freude beim Üben <3

Sarah

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hi Sarah, schöne Seite hast du! das was du schreibst motiviert, mal wieder etwas für mich zu tun – und wenn es erstmal nur Kleinigkeiten sind. VG Andrea

    Antworten
    • Hi Andrea danke für dein Feedback und lass uns wenn du möchtest gerne an deinen Erfahrungen teilhaben. Viel Freude beim “andersmachen” 🙂
      Alles Liebe Sarah

      Antworten

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